Hausmittel gegen riechende Käsefüße

Schweißfüße, oder umgangssprachlich auch Käsefüße genannt, sind jedem einfach nur unangenehm. Die Füße schwitzen und riechen. Man fühlt sich nicht wohl, vor allem nicht, wenn man in Gesellschaft ist.

Doch was dagegen tun?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man selbst ausprobieren kann: Offene Schuhe im Sommer tragen, bei geschlossenen Schuhen auf atmungsaktives Material achten, Schuhe mit Desinfektionsmittel bearbeiten, Einlegesohlen aus Leder in die Schuhe legen oder ein Fußbad am Morgen.

Es gibt auch einige Haushaltstipps gegen Schweißfüße. So hilft es schon, wenn man jeden Abend etwas Zimt in die Schuhe verteilt.

Auch eine frisch gepresste Knoblauchzehe in einem Glas warmer Milch soll wahre Wunder bewirken. Zudem hilft es, wenn man sich die Füße morgens einpudert. Das Puder saugt den Schweiß auf. Salbeitee soll die Schweißproduktion ebenfalls hemmen.

In der Apotheke erhält man auch ohne Rezept verschiedene Salben, die den Fußgeruch hemmen oder sogar ganz verschwinden lassen. Unter anderem findet man im Internet auch immer wieder Zinksalbe als Empfehlung. Doch mindestens genauso oft findet man in Foren Internetuser, die von Zinksalbe abraten, da diese einen weißen Film hinterlässt und zu dick ist. Wenn Sie weitere Informationen dazu möchten, befragen Sie bitte einen Apotheker.

Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Schweißfüßen und rauchen. So gibt es viele Menschen, die den Schweißgeruch verloren, nachdem sie mit dem Rauchen aufhörten.

Doch was tun, wenn trotz offener Schuhe und verschiedener Salben einfach nichts hilft?

Dann sollte man einen Arzt aufsuchen, denn dann helfen meistens nur noch diverse Therapien.

Welcher Arzt ist der Richtige?

Zuerst einmal sollte man seinen Hausarzt aufsuchen. Dieser macht in der Regel die erste Untersuchung, bzw. ist diesem das  eventuelle Krankheitsbild schon bekannt. Daraufhin folgt der Besuch bei einem Dermatologen, einem Hautarzt. Dieser kann feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion) handelt und verschieden Behandlungen in Angriff nehmen.

Gibt es eine Therapie, die hilft?

Es gibt sogar zwei, die bei Schweißfüßen angewandt werden.

Zum einen gibt es die Leitungswasseriontophorese. Hier werden die Füße in zwei Wannen gestellt. In jeder dieser Wannen befindet sich ein elektrischer Leiter. Der Fuß schließt selbst als elektrischer Leiter den Stromkreis, sodass leichte Stromschläge für verminderte Schweißbildung sorgen.

Die zweite Möglichkeit, die Schweißproduktion zu hemmen, besteht durch eine Aluminiumchlorid-Therapie. Aluminiumchlorid ist in jedem Deoroller oder Deospray enthalten. Allerdings reicht die Dosierung bei Hyperhidrose nicht aus. Dafür gibt es spezielle Lösungen aus der Apotheke, die man jeden Abend auf die betroffenen Stellen aufträgt. Ziel ist es, dass die Schweißdrüsen dauerhaft zurück gebildet werden.

Es gibt auch die Möglichkeit einer Operation (ETS). Allerdings wird diese gerade bei Schweißfüßen nur sehr selten durchgeführt, da die Risiken einfach zu groß sind.  Es ist eine sehr aufwändige Operation, bei der die Bauchhöhle geöffnet werden muss und es kann sogar zu Impotenz führen.

Sollten Sie unter Schweißfüßen leiden, versuchen Sie erst einmal die oben genannten Hausmittel. Denn diese bewirken oft schon eine große Veränderung, ohne Schmerzen oder große Kosten.
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